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Vortrag von Johann August Schülein mit dem Titel: Was ist aus der Vaterlosen Gesellschaft geworden? Teil 1

Di., 13.5.2014, 19.30 Uhr, IWK Psychoanalyse und Gesellschaftstheorie Johann August Schülein (Wien): Was ist aus der »Vaterlosen Gesellschaft« geworden? Eine Nach-Lese von Mitscherlichs Zeitdiagnose Mitscherlichs Studie »Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft« erschien 1963 und wurde schnell zu einem der meistdiskutierten (und bestverkauften) populärwissenschaftlichen Bücher der Nachkriegszeit. Auch heute noch ist der Begriff geläufig – das Buch selber ist dagegen weitgehend unbekannt.

Ruanda und 20 Jahre danach Teil 1

Donnerstag, 22. Mai 2014, 19.30 Uhr, im Republikanischen Club – Neues Österreich: RUANDA – 20 JAHRE DANACH 1994 fand in Ruanda ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit unfassbaren Ausmaßes statt. Die Hutu-Milizen der Interahamwe und der Impuzamugambi sowie Einheiten der ruandischen Armee ermordeten ab dem 7. April in 100 Tagen laut Schätzungen der UNO 800.000 RuanderInnen, vorwiegend Tutsi. Wie konnte es zu diesem Genozid kommen? Welche Verantwortung trifft die internationale Staatengemeinschaft? Und wie steht es um Ruanda 20 Jahre danach?

Vortrag und Diskussion: Der Ägyptologe Jan Assmann spricht über den Begriff Volk, Demos und seine religiösen Wurzeln Teil 4

Im letzten Beitrag ging es darum, dass bei den Israeliten der König völlig überflüssig wird. Er ist ein Schüler der Schriftgelehrten. Das betrifft die Verfassung. Das wäre also völlig undenkbar in Ägypten und Mesopotanien usw. wo es keine Alternative gibt zu dieser monokratischen Verfassung da gibt es einen König und es ist völlig undenkbar, dass es da irgendeine andere Form von Verfassung gäbe und deswegen wird sie auch gar nicht diskursiv entfaltet.

Vortrag: Der Ägyptologe Jan Assmann spricht über den Begriff Volk, Demos und seine religiösen Wurzeln Teil 3

Im letzten Beitrag ging es darum, dass die Israeliten sich als ein weises und verständiges Volk konstituierten und sie damit den anderen Völkern gegenüber ein Vorbild sein wollen (oder sind?). In ihrem Aspekt der Heiligkeit ermöglicht die Verfassung den Israeliten Gottesnähe in ihrem Aspekt der Weisheit und Einsicht legt sie den Grund zu einer "dezend Society" wie Ali Sheimar Alitas nennt, in der niemand unterdrückt und gedemütigt wird, einer Zivilgesellschaft auf der Grundlage von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit.

Vortrag des Ägyptologen Jan Assmann über den Begriff: Volk, Demos und seine religiösen Wurzeln Teil 2

Im letzten Beitrag sprach Jan Assmann von dem neuen Bund zwischen Jachwe und seinem Volk. Diesen Bund schliesst Gott nicht mit dem König, sondern direkt mit dem Volk. Die Loyalitätsbestimmungen gelten nun nicht mehr zwischen dem König, der die Götter gegenüber dem Volk repräsentiert, sondern direkt zwischen Volk und Gott. Die Stelle des Königs als Vermittelnder und repräsentierende Instanz entfällt in dieser neuartigen Konzeption.

Vortrag des Ägyptologen Jan Assmann über die religiösen Wurzeln des Begriffs: Volk, Demos Teil 1

Jan Assmann wuchs in Lübeck und Heidelberg auf. Er ist verheiratet mit der Literaturwissenschaftlerin Aleida Assmann. Jan Assmann lebt heute in Heidelberg und Konstanz. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen. Assmann studierte Ägyptologie, Klassische Archäologie und Gräzistik in München, Heidelberg, Paris und Göttingen. 1966/1967 erhielt er ein Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts in Kairo. Hier arbeitete er von 1967 bis 1971 als freier Mitarbeiter und Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Vortrag von Heribert Schiedel: Antikapitalismus als Ressentiment Teil 2

Insbesondere ein von Marx befreiter, nationalistisch gewandter und antimaterialistischer „Sozialismus“, wie er der Traditionslinie Saint-Simon – Proudhon/Bakunin – Sorel entstammt, kann durchaus wieder den Kern faschistischer Ideologie bilden.

Vortrag von Heribert Schiedel: Antikapitalismus als Ressentiment Teil 1

Bewusst und unbewusst verkürzter Antikapitalismus findet sich längst nicht nur mehr auf Seiten der extremen Rechten. Auch geht es bei der Beschäftigung mit dem zuerst fetischistischen und dann faschistischen Antikapitalismus nicht nur darum, diesen pauschal und vorschnell als soziale Demagogie abzutun, auch nicht um den Nachweis, dass Nazis ebensolche sind, sondern vielmehr um die (auch selbstkritische) Frage, wann und wie linke Positionen durch Verbindung mit anderen Ansätzen oder durch deren Neuzusammensetzung zu zentralen Bestandteilen der rechtsextremen Weltanschauung werden können.

Verein Gedenkdienst: Vortrag von Christian Schörkhuber über die Grauen Wölfe im Schafspelz Diskussion, Teil 4

Ist die JAP eine sozialdemokratische Partei oder eine nationalistische Partei, die vom Kemal Attatürk gegründet worden ist? Die Türkei hat heute noch Probleme mit Minderheiten. Attatürk soll gesagt haben: eine Nation, eine Frage eine Sprache. Ein junger Mann interessiert sich für den Völkermord in Armenien. Die grauen Wölfe wurden ja später gegründet, gab es davor auch schon Organisationen, die wie die Grauen Wölfe agiert haben? Bzw. eine Frau will wissen, wie die Rekrutierung in den Schulen passiert. Geschieht das durch andere Jugendliche, durch Ältere, die bereits rekrutiert sind?

Verein Gedenkdienst: Vortrag von Christian Schörkhuber über die Grauen Wölfe und anschliessende Diskussion Teil 3

Der Faschismus der Grauen Wölfe wird hier in Österreich kaum ernst genommen. Es geht sogar soweit, dass viele die bei dem Buchprojekt mitmachen wollten abgesprungen sind, weil sie Probleme mit dem eigenen Vereinsvorstand bekamen, sie haben Probleme mit dem ÖGB, der Unterstützer des Vereins, sie haben Probleme mit der SPÖ, vorallem in der Landeshauptstadt von Oberösterreich in Linz. Es war dann nur noch die Volkshilfe in Oberösterreich, die das Buch: Grauer Wolf im Schaftspelz herausbrachte. Warum war Herrn Schörkhuber das Buch so wichtig?

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