Aufarbeitung

Also wenn wir Dinge ans Licht bringen würden, dann wären wir davor gefeit, dass wir unsere Probleme auf andere projezieren und der andere so unser Spiegelbild wird. Dann denke ich über die Sätze in Buch 9 nach des Alf Jasinski. Dass es verpönt sein soll Dinge in frage zu stellen und die daraus resultierende Harmoniesucht wäre wie noch mal ekelhaft? Muss nochmal nachschauen wie er darüber reflektiert. Aber das sagt mir was die Harmoniesucht, wo alles unter den Teppich gekehrt wird und alle Probleme so unter dem Teppich sichtbar sind. Jeder sieht da stimmt was nicht doch keiner wagt es noch die heiklen Dinge an zu sprechen, da er ja sieht die anderen haben dazu auch keine Lust weil sonst wäre dafür sowas wie eine Offenheit gegenüber schwierigen Problemen da. Konfliktscheu ist das Wort, die reden ständig um den heissen Brei und dadurch ist das Problem irgendwann mal riessengross geworden und zerstört alle gesunden Beziehungen. Kommt mir bekannt vor, wo dann beim Weihnachtsessen der Hut platzt und alle damit anfangen dem anderen die Meinung zu sagen oder das was ihm am anderen stört und schon ist das Drama Familiendrama perfekt. Also eine Konfliktkultur wäre da angebracht, dass man auch heisse Eisen angreift und darüber offen spricht zuerst mal mit der einzelnen Person unter vier Augen und soweiter und sofort. Aber den anderen vor anderen bloss zu stellen ist keine Konfliktkultur, sondern eher das Gegenteil. Ich frage mich dennoch was der Hellinger dazu zu sagen hätte. Eben dass man seine Wurzeln also seine Familienbeziehungen zu pflegen hat das wäre ziemlich wichtig wie gesagt Wurzeln kann man nicht ausgraben oder kaputt machen ohne dass es dabei zu schwerwiegenen Folgen für den Baum oder Pflanze kommt. Die Wurzeln jedoch bedürfen der Aufmerksamkeit für die Aussprache unter Geschwistern und Eltern und Grosseltern ist es nie zu spät. Wie wichtig solche Ausprachen sind erkennt man erst, wenn es dann einmal im Jahr zu einem Weihnachtsessen kommt, wo dann komischerweise auf heilig gemacht wird und diese Heiligkeit soll dann als Thema auch auf alle überspringen aber doch nicht auf schwelende Konfliktherde im Untergrund. Das ist eher sowas wie ein Okkultismus, wo wir denken indem wir magische Zeremonien zelebrieren wie die Anwendung des Gesetzes der Anziehung, wo wir durch Symbolen des Gewünschten das Gewünschte herbeiwünschen. Tut mir leid funktioniert leider nicht.

Irgendwo las ich eine Definition von der Paradiesvorstellung. Da hiess es: "Das wäre der Ort des Wortes, der Ort der Verständigung." Nur in einer Gemeinschaft wo die Liebe vorherrscht und wo man immer wieder auch in schwierigen Situationen das Gespräch sucht und sich austauscht, dort findet Respekt statt wo man sich zuhört und wo man achtsam miteinander umgeht. Auch wenn daher gewisse Weihnachtsokkutismen leider nicht funktioniert haben und man durch positives Denken leider immer noch nicht die positive Kommunikation in der Familie herbeiwünschen konnte, ist es wichtig immer wieder das Gespräch zu suchen. Erst wenn wir den Hut auf unsere familiären Beziehungen werfen passiert da leider gar nichts mehr und die Wurzeln verkümmern und ja es waren unsere Wurzeln. Sicher habe ich Respekt vor dem Bert Hellinger und dem seine Aufstellungen, wo sie familiäre Konflikte lösen lernen indem sie aufgestellt werden durch Fremde die eigentlich gar nichts über dem seine familiären Probleme wissen. Und interessant ist, dass wenn wir in einer Familienaufstellung unsere familären Probleme auflösen lernen, dass sich das auf unsere realen familären Beziehungen auswirkt. Da wäre also auch in gewisser Hinsicht das Okkulte Magische möglich. Was ich in dem Fall sehr bewundere. Denn Menschen die an  ihren Beziehungen arbeiten und auch bei tiefen Problemen nicht einfach wegschauen und da durch einen Aufarbeitungsprozess durchgehen wachsen ja an den Problemen. Also das wäre für die Person ein sehr fruchttragender Prozess. So sind sie auch in der Lage, wenn andere mal durch eine tiefe persönliche Krise gehen mit zu gehen und die Probleme des anderen mittragen helfen und sie nicht im Stich lassen. Es sind "die Ordnungen der Liebe" die der Bert Hellinger so deutlich in seinen Büchern beschreibt, die den Menschen erst zur Reife bringen und zum inneren Wachstum. Wer glaubt dass ihn nichts taxiert, was nicht unbedingt für ihn nützlich ist, der hat leider ein kleines Problem nämlich folgendes: er wird in seiner Entwicklung stagnieren und er wird ernten was er gesäht hat. Wer nicht dazu bereit ist andere zu lieben und ihne Liebe durch Aufmerksamkeit zu schenken, der wird im Grunde nichts ernten, denn er ist immer noch in der Forderungsposition eines Kleinkindes hängen geblieben, wo er sich von den anderen wünscht, seine Wünsche befriedigt zu bekommen, und dazu ist leider niemand bereit, wenn er nicht muss. Denn im Erwachsenenalter sagt diese seine infantile Haltung von aussen immer nur Befriedigung seiner infantilen Wünsche zu erwarten wie von einer Mutter nur eines über ihn aus, er hat leider ein kleines Mutterproblem und daran sollte er arbeiten.

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