Transgender?

Der Film: Transgender-Kinder | WDR Doku

Transgender, Schnauf, was bedeutet das? Wenn schon vierjährige Jungen zur Mama sagen: "Ich heisse Sophia und Phillip gibt es nicht mehr", sich Mädchenklamotten anziehen, die Haare wachsen lassen und aufhören mit Bubensport und herumalbern, herumtoben usw. und diese Dinge plötzlich für den Jungen tabu werden?

Ich denke, dass die Mama und der Papa den Jungen so geliebt haben, dass der Junge sich mit den Anforderungen der Erwachsenen an ihn überfordert fühlt, dass er nur so ihrer Liebe entkommt indem er ein Mädchen sein will. Es ist für mich leichter nachvollziehbar, warum hauptsächlich Jungen zu Mädchen werden wollen (weil die Erwartungen der Eltern Buben gegenüber meiner Meinung nach grösser sind als Mädchen gegenüber).

Aber in dem anderen Beispiel da will ein Mädchen ein Junge sein, weil? Weil die Eltern sich so sehnlichst "eine Tochter" gewünscht haben und ihr diese Vorstellungen, Projektionen auf das Mädchen zu eng wurden um sie die Tochter als das zu sehen was sie ist oder sein könnte. Auch hier ist oft nur ein Ausweg  eine andere Person zu sein, nämlich ein Junge zu sein?  All die Erwartungen an das Kind, nämlich ihr perfektes Leben zu leben, überfordert ein Kind. Für mich ist es nur ein Beispiel, wie gerade enge Häuslichkeiten (ein Kind und zwei Eltern in einer zwei Zimmerwohnung) zu vielen Übertragungen führen, die die Eltern nicht verhindern können. Während, wenn da eine grössere räumliche Freiheit gegeben wäre, wo ein Kind sich seine Eltern selber aussuchen kann, wie in Co-Housing Projekten wo mehrere Generationen oder Ethnien in einem lockeren Miteinander zusammenwohnen, diese Projektionen der Eltern auf das Kind eher verhindert werden könnten. Das ist meine Meinung dazu. Als ich eine Genderprofessorin mal drauf aufmerksam machte, dass gerade diese Transgenderkinder (oder Erwachsenen) der wahre Beweis dafür wären, dass es typisch männliche oder weibliche Eigenschaften gäbe (wo die Hormone z.B. unterschiedliche Perspektiven ermöglichen), also dass es eine Geschlechterdifferenz gäbe, meinte sie ganz lapidar: dass diese Transgender- Kinder (Erwachsenen) einfach nur in einem sozialen Umfeld aufgewachsen sind wo eine Vorstellung von Männlich oder Weiblich vorherrschte und diese Transgenderleute diese Rollenmuster einfach noch nicht durchschaut hätten oder in Frage gestellt hätten. (Denn wenn sie das könnten, würden sie sich das mit der Operation und den vielen Hormonbehandlungen einfach mal sparen können?)

Diese ganz salopp hingeworfene Erklärung über die Ursache von Transgenderkindern, verwunderte mich. Ich meine wo doch gerade die Transgender Erwachsenen immer nur drüber reden wie wohl sie sich nun in ihrer neuen Haut fühlen und wie unglücklich sie waren, bevor sie sich geoutet haben und erst jetzt wo sie nur noch Frauenklamotten usw. (oder Männerklamotten) tragen können und wie auch die Einnahme von Hormonpräparaten ihre gesamte Sichtweise sich verändert hat.

Doch zurück zum Thema: Also nochmal es sind die grossen Erwartungen an ein Kind, das ein besseres Leben führen sollte, als sie das geführt haben, dieser Druck raubt ihnen die Lebenskraft, denn alles was sie machen nie sind sie so perfekt, wie das was Mama und Papa von ihm erwartet. Er der Junge kann nur enttäuschen. Daher verstehe ich diese Flucht in ein anderes Geschlecht um den hohen Ansprüchen der Erwachsenen an sie zu entkommen. (Ich habe mal eine Seminararbeit darüber geschrieben, wie Eltern ihren Sinn nur noch in ihren Kindern entdecken können, wo die Kinder wie Prinzessinnen oder Prinzen gefeiert werden, was aber für die Kinder nur belastend wäre. Denn dass die Kinder spüren, dass ihre Eltern hier ein Problem an sie weitergeben, nämlich die Frage nach dem Sinn des Lebens, ist für jedes Kind zu viel.)

Kinder sollten so frei wie möglich aufwachsen können. Man muss sie als das sehen was sie sind und man soll neugierig drauf sein, wer sie sind oder sein wollen. Diese Bescheidenheit dem Kind gegenüber fehlt in engen Häuslichkeiten, es passieren dann notgedrungen diese Porjektionen auf das Kind, mit denen das Kind nicht fertig werden kann.

Da aber auch Erwachsene eine Geschlechtsumwandlung machen wollen, erkläre ich mir so, dass sie sicher auch schon in der Kindheit diese überbordernden Erwartungen der Eltern erleben mussten und so eine Flucht in ein anderes Geschlecht sehen konnten wo sie all diese Erwartungen der Eltern mal enttäuschen können. Wenn dieser Wunsch als Kind nicht erfüllt wird kann das dann im Erwachsenenalter durchgesetzt werden. Es geht ja noch weiter, dass viele Frauen ihre Männer so vergöttern, während sie selber mit den Erwartungen der Frauen auf sie ebenfalls überfordert sind. Ab dem Zeitpunkt, wo ein Mann sich als Frau warhnehmen will, kann sich der Mann frei fühlen indem er ihre Ideale von ihm vollkommen zum Verschwinden bringen kann.

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